Kurt Gumpel ist ein inzwischen bald 80-jähriger Mann, der in der NS-Zeit in Lemgo lebte. Aus Angst vor Verfolgung verließ er mit 15 Jahren seine Heimatstadt und seine Familie, um aus Deutschland auszuwandern. Sein Vater starb 1937, seine Mutter wurde im Getto von Riga ermordet.
Die Erinnerung an diese Zeit ist bis heute für ihn schmerzvoll. Er hat dem Jugendkreis NicoTeens diese Arbeit ermöglicht, hat Dokumente, Briefe und Fotos zur Verfügung gestellt, die er dem Städtischen Museum Lemgo vorher schon als Dauerleihgabe übergeben hatte. In großem Respekt vor dem Leben dieses Mannes haben sich die Jugendlichen mit Kurt Gumpel beschäftigt. Sie haben Erinnerungsarbeit geleistet, um aus der Vergangenheit für ihr eigenes Leben zu lernen.