12/03/2026 0 Kommentare
Jesu Weg nacherleben
Jesu Weg nacherleben
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Jesu Weg nacherleben
In die Zeit dieses Gemeindebriefes fällt Ostern. Eine ganz besondere Zeit, ein Auf und Ab der Gefühle und Erfahrungen mit Blick auf Jesu Weg. Am Palmsonntag zieht Jesus in Jerusalem ein. Er wird als König gefeiert und verehrt, die Menschen freuen sich, dass er zu ihnen kommt. Hoffnung keimt auf. Gleichzeitig ist es der Beginn der Karwoche. Die Zeit, in der es um Täuschung, Verrat, Leid, Schmerz und Sterben geht. Als ich vor 48 Jahren am Palmsonntag konfirmiert wurde, hatte ich von der tieferen Bedeutung dieser vorösterlichen Zeit noch wenig innere Vorstellung. An diesem Tag spürte ich einerseits die große Vorfreude mit aller dazugehörigen Anspannung, gleichzeitig schlichen sich Zweifel ein und verursachten in mir eine unangenehme Unruhe. Doch je länger der Gottesdienst dauerte, übernahm eine festliche Ernsthaftigkeit das Stimmungszepter.
Mich überkam eine Ahnung, wievielt Schönes und auch Leidvolles mich in meinem Leben erwarten kann. Als ich dann den Segen empfing, erfüllten mich Freude und Zuversicht, dass ich das alles mit Gottes Hilfe werde schaffen können. Ich bin nicht allein - ich kann auf seine Liebe und Hilfe hoffen. Nicht nur einmal durfte ich darauf zurückgreifen und voller Dankbarkeit Gottes Hilfe spüren. Die Erinnerung an diese ganz persönliche Hoffnungserfahrung möchte ich mit Ihnen teilen, um Mut zu machen. Mut und Hoffnung sind in diesen Zeiten nötiger denn je, um dem Leid, dem Verrat, der Täuschung in der Welt begegnen zu können. Lassen auch Sie sich ermutigen, wagen Sie zu hoffen. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Vor- und Osterzeit. ■ CHRISTIANE SIMON-SAULN
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