22/02/2026 0 Kommentare
Realschüler sammeln für Dumanzy
Realschüler sammeln für Dumanzy
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Realschüler sammeln für Dumanzy
Realschüler sammeln 1750 Euro für frierende Kinder in Dumanzy
Im Bild:
Hintere Reihe von links: Prof. Dr. Fred Salomon (St. Nicolai), Aytug Korkmaz, Daniil Krahn, Laith Al Khatib, Norbert Fischer (Förderverein).
Vordere Reihe von links: Zoe Stanehl, Loreta Lamberte, Mari Stepanyan
Norbert Fischer, Mitglied des Fördervereins der Realschule und Mitglied des Arbeitskreises Dumanzy von St. Nicolai hat die Aktion ins Leben gerufen. Der folgende Text basiert auf seiner Pressemitteilung.
Der Krieg in der Ukraine hat den Alltag von Kindern brutal verändert. Sirenen ersetzen Pausenglocken, Klassenzimmer bleiben kalt, das Gefühl von Geborgenheit fehlt. Trotzdem lernen viele Kinder weiter – weil Bildung für sie Hoffnung bedeutet. Und so sieht der Alltag aus: Strom ist allenfalls für 1,5 Stunden da, dann gibt es wieder 4,5 Stunden keinen Strom. Und das geht nun schon seit mehreren Monaten jeden Tag so.
Schulen und Kindergärten sind nicht beheizt und es gibt wenige Möglichkeiten, ein warmes Essen verlässlich zuzubereiten. Bei Luftalarm müssen sich die Kinder und Jugendlichen in Schutzräume zurückziehen. Dies erschwert ihre Situation moralisch und physisch. Das gilt auch für die Kinder und Jugendlichen in der Schule von Dumanzy, in der auch die Kinder aus dem Waisenhaus unterrichtet werden. Von Igor, dem Leiter des Waisenhauses, kommen immer wieder diese bedrückenden Nachrichten.
Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Realschule Lemgo über Fördervereinsmitglieder erfahren haben, dass die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nicolai Lemgo zusammen mit dem Verein Ukrainefreunde Gotha e.V. neben weiteren Einrichtungen auch eine Schule in Dumanzy unterstützt, gab es kein Halten mehr. Schnell wurden Maßnahmen diskutiert, wie der Schule in der Ukraine geholfen werden konnte. So entstand eine „Woche der Brüderlichkeit“ und jeder Wochentag startete mit einer neuen Spenden-Aktion, häufig von einer Klasse federführend organisiert. Verkauf von warmen Getränken, warme Waffeln, eigene Kreationen für den süßen Zahn, der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Das alles in Kooperation mit der St. Nicolai-Kirchengemeinde, wo das Spendenaufkommen der einzelnen Tage zusammenlief. Und das kann sich für diese Woche mit 1752,59 € sehen lassen.

Geplant ist, damit einen Generator zu finanzieren, der bei Stromausfall die wichtigsten Funktionen der Schule lauffähig halten soll. Dazu gehört u.a. das Aufladen der Akkus von Smartphones oder Notebooks und Strom für das WLAN, damit alle Schülerinnen und Schüler miteinander kommunizieren können und zuletzt auch die Chance auf ein warmes Mittagsessen. Eine Schülerin, die sich aktiv an der Aktion beteiligte, formulierte es so: „Gemeinsam können wir Kindern Sicherheit, Bildung und Hoffnung geben, ihre Energieversorgung sicherer machen. Gleichzeitig erhalten alle die Möglichkeit, an eine warme Mahlzeit zu kommen.“
Einen herzlichen Dank an alle, die diese Ideen entwickelt und umgesetzt haben!
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